Schloss Welsperg im Pustertal

Die ungewöhnliche Burganlage hoch über Welsberg

Das Schloss Welsperg im Pustertal

Im fernen Jahr 1140 haben die Brüder Schwikher und Otto von Welsperg auf einem Hügel, der steil auf drei Seiten zum Gsieserbach abfällt, die sagenhafte Burg Welsperg errichtet, die anschließend 800 Jahre lang im Familienbesitz bleiben sollte.

Die Adelsfamilie
Die Herren von Welsperg, eine noble Familie, dessen Geschlecht auf die Welfen zurückgeht und als Untervögte der Grafen von Tirol und Görz, errungen durch kluge Heiratspolitik und geschickte Geschäfte einen politischen und gesellschaftlichen Aufschwung. Die Blütezeit ihrer Macht erlebte die Adelsfamilie mit Baron Guidobold von Welsperg, welcher im April 1362 den Titel eines Grafen des Römischen Reiches deutscher Nation von Leopold I. verliehen bekam.

Eine ungewöhnliche Burganlage
Schloss Welsperg, italienisch Castel Welsperg, stellt, wie im Fachjargon auch als „Kernburg“ bezeichnet, eine etwas außergewöhnliche Schlossanlage dar. Der älteste Teil dieses Schlosses ist der außerordentlich hohe Bergfried (Bauzeit: 1126 bis 1140). Von seiner Höhe aus konnte die Umgebung genau beobachtet werde und zugleich diente er auch als Bollwerk gegen Feinde. Wenig später wurden der „Palas“ mit den Wirtschaftsgebäuden und eine kleine Kapelle im romanischen Baustil errichtet. Im Jahre 1359 erwarb Georg von Welsperg die gegenüberliegende Burg Thurn bei Taisten. Die gesamte Burganlage wurde im 15. und 16. Jahrhundert beachtlich erweitert und umgebaut. Das Schicksalsjahr für Schloss Welsperg und die Burg Turn war 1765, als ein Brand einen erheblichen Teil des Palas und des Wirschaftsgebäudes vernichtete. Der Palas wurde demzufolge ganz abgetragen und der Dachstuhl wurde herabgesetzt.

Heute ist das sagenumwobene Schloss Welsperg im Kronplatz Gebiet in Südtirol ein bedeutender Schauplatz und Kuratorium für verschiedene Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen.

Weitere Schreibweise, die oft verwendet wird: Schloss Welsberg!